Fragen zur Katzenrasse LaPerm, oder was sie schon immer fragen wollten 

 

Die LaPerm Katze gehört zu den Rex-Katzen. Alle Rex-Rassen unterscheiden sich von der Hauskatze durch ihr Lockenfell. 

 

Die LaPerm nimmt jedoch in dieser Gruppe eine Sonderrolle ein, denn bei ihr vererben sich die Locken dominant. Die Lockenpracht vererbt sich bei den anderen Rex-Rassen überwiegend rezessiv

       

Ist die LaPerm mit anderen Rex Katzen verwandt oder stammt sie von ihnen ab 

Älteste Bilddokumente einer Rex-Katze sind auf 1930 datiert.

1982 wird das erste Mal von Geburt einer gelockten Katze  berichtet. 1950 wird das erste Mal die Cornisch Rex erwähnt. In diesem Jahr tauchten fast zeitgleich in England, Deutschland und den USA  Berichte von Rex-Katzen auf.

Die Devon Rex gibt es wohl seit 1960, zeitgleich  wird auch die Selkirk Rex (auch sie kommt aus den USA) erwähnt.

1988 erste Dokumente von der Ural Rex.

1960 taucht dann die Oregon-Rex auf,  ihr lockiges Fell vererbt sich jedoch ebenfalls rezessiv. Diese Rassekatze brachten einige Experten  in einen Zusammenhang mit der LaPerm. Eine Verwandschaft muss aber abgewiesen werden.

Gleich ist nur der Geburtsort  -Oregon-  bei beiden Rassen. Damit enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Das wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die Oregon-Rex schon in den 60iger Jahren ausgestorben ist, während 1982 das erste Mal von der LaPerm als Rasse berichtet wurde.

   

  

Ist die LaPerm- Katze selten 

 

Die LaPerm - Rasse wurde nicht gezüchtet, sie ist das Ergebnis einer natürlichen Mutation. Es gibt "Permis" in halblang (buschiger Schwanz)- und in Kurzhaar (kurzhaariger Schwanz).  Der Bekanntheitsgrad dieser recht unbekannten Rasse steigt stetig, zu Recht!! 

 

Das Aussehen der LaPerm Katze?

Unabhängig von ihrer Schönheit muss hervorgehoben werden: die LaPerm besitzt einen liebenswürdigen, friedfertigen Charakter, den sie auch dominant vererbt. Zudem ist sie gesundheitlich recht robust. Ihr Fell ist ausgesprochen pflegeleicht, muss nicht gekämmt werden und es filzt nicht. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: die LaPerms  haaren auch deutlich weniger als andere Rassen, zur Fellpflege reicht  regelmäßiges Kraulen. Die LaPerm wird in jeder Farbe, jedem Muster gezüchtet, mit weiß, ohne weiß, auch in Point-Zeichnung. Die mandelförmigen bis runden  Augen können ebenfalls jede Farbe haben.  Sie hat einen dreieckigen Kopf, auf dem sich recht große Ohren befinden.  Im Idealfall sieht man auf ihnen auch Haarpinsel. Ihre Barthaare sind gelockt. Ein Fellkragen wird ebenfalls erwünscht, wie auch der sog. Aalstrich in der Mitte des Rückens. Die Hinterbeine sollen länger sein als die vorderen Beine. Die Kitten der LaPerm weisen noch eine erwähnenswerte Besonderheit auf. Sie können nackt, mit Haar gelockt, und mit glattem Haar auf die Welt kommen. Kitten können ihr Fell auch noch einmal verlieren, doch es kommt schnell wieder, dann um so lockiger.  Dieser Vorgang soll hormonell begründet sein und verliert sich nach der Kastration. So das wäre das Aussehen im Groben 

Darf  eine LaPerm-Dame von  anderen Katzenrassen oder  von einer Hauskatze gedeckt weden?

 

Noch ist es erlaubt andere Rassen, auch Hauskatzen (in vielen  Ländern) einzukreuzen (outcrossing). Dies dient der Erweiterung des "Genpools", denn diese Rasse hatte ja nur eine einzige lockige Katze als "Urmutter". Aber es dient auch dadurch der Verbesserung der Rasse. Diese Entwicklung dauert schon gut 30 Jahre. Viele Farben und Merkmale wurden eingekreuzt (daher kommt wohl auch die gesundheitliche Robustheit). Nun aber muss sich diese Rasse auf Ausstellungen nach dem Standard  beurteilen lassen, den es für sie schon gibt.. 

Mag die LaPerm Kinder  

 

LaPerm sind gesellig, menschorientiert und kinderlieb.  Sie kratzen den Menschen niemals bewusst. Ohne Probleme gewöhnt sich diese liebenswürdige Katze auch an Hunde. 

 

Was kann ich für mein Geld erwarten, was kostet eigentlich eine LaPerm Katze?  

 

Weltweit kostet eine Liebhaberkatze zwischen 600 und 1300 Euro. Seltene Farben  und ausgefallene Muster, vollständige LaPerm-Stammbäume, Zuchttiere kosten manchmal auch mehr. Glatthaarige LaPerm kosten hingegen  weniger. Die Kätzchen sind bei ihrer Abgabe zweifach geimpft, und  haben in der Regel ein Gesundheitszeugnis. Sie sind entwöhnt, stubenrein und haben Grundzüge einer Erziehung. Ein Stammbaum ist selbstverständlich.

                

LaPerm-Liebhaber gibt es jetzt auf der ganzen Welt. Überall haben sich Gruppen gebildet,  deren Ziel nicht zuletzt die Förderung dieser Rasse ist. Es ist zu wünschen, dass Fehler, die in der Zucht anderer Rassen gemacht wurden, hier nicht wiederholt werden. Die erhaltenswerten Vorzüge dieser Rasse, die Robustheit, das Aussehen und die Liebenswürdigkeit müssen auf jeden Fall erhalten werden 

Es gehört  vorrangig  zu meinen Zuchtzielen,  die Gesundheit dieser Rasse zu erhalten.  An zweiter Stelle steht die Liebenswürdigkeit der LaPerm. Um sie zu erhalten, sollte auf den Charakter der zu verpaarenden Elterntiere geachtet werden. Die Zucht mit schwierigen Vertretern dieser Rasse sollte unterbleiben.    

Das kostet natürlich Geld, denn nicht jedes Kitten erweist sich als "zuchttauglich" , es  muss mit Verlust abgegeben werden. Tiere aus anderen Ländern abzuholen, damit der Genpool erweitert wird, dient der Gesundheit, kostet den Züchter aber auch Geld.  

Die Ernährung der Tiere muss qualitativ gut und ausgewogen  sein. Nur eine gute und ausgewogene Ernährung legt die gesundheitlichen Grundlagen der Kitten für ihr ganzes Leben.    

Gute Züchter werden ihre Zucht-Katzen ausstellen.  Nur durch die Beurteilung erfahrener Richter  kann sicher gesagt werden, ob die beurteilten Kitten Zuchttauglich sind. Mindestens eine Beurteilung sollten eine Zuchtkatze vorweisen können.  

Ich will hier enden, viel gebe es noch aufzuzählen, doch ich denke, es wurde klar,  Katzenzucht schafft keine Millionäre, Katzenzucht kostet auch Geld.      

 

 

__________________________________________________________________________________________________________

Erklärung der Begriffe: